Warum wir Trost brauchen – Philosophisches Blitzlicht
»Trost« gehört zum Vokabular mit eher angeschlagener Reputation: billiger Trost, falscher Trost, Trostpreis, nicht bei Trost sein...»Handeln, statt trösten«, heißt die Devise, »Therapieren, statt resignieren« eine Variante. Dem Trost haftet etwas Altmodisches an. Gleichwohl gibt es eine Sehnsucht nach ihm; schon immer suchen Menschen nach »Quellen des Trostes«. Mitten in den klima- und weltpolitischen Verwerfungen unserer Zeit suchen Menschen Trost, weil das Helfen allein nicht mehr hilft, das Können am Ende ist. Weil etwas Unumkehrbares passiert ist, Verletzungen nicht zu verpflastern sind, weil das Leben, die Welt aus den Fugen ist. Anscheinend ist »Trost« eine Gabe, ein Geschenk; das »Trost spenden« deutet darauf hin. Letztlich aber ist der »Trost« ein Rätsel. Jean-Pierre Wils ist ihm auf der Spur.
An diesem Abend stelle ich zunächst Gedanken des Philosophen und Theologen Jean-Pierre Wils vor, der mehrere einschlägige Schriften zum Trost verfasst hat. Wir sprechen dann über das Vermögen des Tröstens, die Grenzen des Trostes sowie die grundlegende Frage, warum wir Trost brauchen.
3. November, Beginn um 18 Uhr. Online.
Zur Anmeldung entrichten Sie bitte den Kostenbeitrag von 15 € auf das Konto
IBAN DE71 6409 1200 0073 6180 04 (Stichwort „Trost“).
Sie erhalten dann das Skript mit Textauszügen sowie ergänzenden Überlegungen. Ebenso die Einwahldaten bzw. einen Link zur Teilnahme (Zoom).