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Vom Trösten (und Hoffen) in schwierigen Zeiten

Thomas Gutknecht

"Hans Kudszus hat einmal gesagt: >Trost zu spenden vermag selbst der Liebende nicht; er vermag aber mehr: Trost zu sein.< Er wusste, dass wir uns auch im Dunkel der Nacht noch um die Sonne bewegen. Weniger hoffnungsfroh dagegen Friedrich Dürrenmatt: >Womit tröste ich mich? Da muss ich etwas Entsetzliches sagen: … das Formulieren von Trostlosigkeit ist mein Trost.< Literatur solle beunruhigen, nicht trösten. Bei Schiller lesen wir: >Das schwere Herz wird nicht durch Worte leicht.< Wie steht es nun? Ist Trösten möglich? Ermutigen, Zuversicht geben, Hoffnung stiften – ist es das? Gibt es ein Recht auf Untröstlichkeit, eine Würde der Trostlosigkeit? Die Trostbedürftigkeit des Menschen scheint seine Trostunfähigkeit zu übersteigen. Vertreibt vielleicht „der Sinn“, der verwirklicht werden will, Schwermut und Mutlosigkeit? Oder die Hoffnung, etwa darauf, dass da jemand ist, der mich hört?"

Anmeldungen sind hier nicht erforderlich, Karten (8 Euro/Abendkasse) können im Vorverkauf günstiger (6 Euro - Frankenberger Buchladen,Buchhandlung Schmetz, Cave d'Aix) erworben werden.

Veranstaltungsort: Burg Frankenberg
Kultur und Begegnung Goffartstraße 45
52066 Aachen
www.burgfrankenberg.de

Frühere Veranstaltung: 6. September
Philosophie in der Burg
Spätere Veranstaltung: 7. September
Ein Abend mit Arthur Schopenhauer