Internationale Gesellschaft für Philosophische Praxis IGPP - Internationale Gesellschaft für Philosophische Praxis
deutsch | english

Literatur zur Philosophischen Praxis

Hier finden Sie Literatur zur Philosophischen Praxis in Form von Hinweisen, Besprechungen, kleineren Beiträgen und Aufsätzen oder kurzen Essais.

Bibliographie zur Philosophischen Praxis

Jahrbuch der IGPP

Aktuell:

Fintz, Anette: Die Kunst der Beratung. Jaspers’ Philosophie in Sinn-orientierter Beratung
Bielefeld 2006
Ist ein Psychotherapeut ein philosophischer Praktiker? Wie viel Theorie oder Methode braucht eine Psychotherapie?
Die Kunst der Beratung greift diese Fragen auf und verbindet Frankls Logotherapie mit Jaspers’ Existenzphilosophie. Der Sinn des Lebens, der Umgang mit Schicksal, die Freiheit und Verantwortung des einzelnen – diese Themen stehen im Zentrum des Buches.
In Beispielen zeigt die Autorin sowohl die Grenzen des methodischen Handelns als auch die Grenzen des Philosophierens in der Praxis. Sie kommt zu dem Schluß, daß therapeutisches Handeln gelernt und reflektiert werden muß, obwohl es letztlich nicht auf Regeln zu bringen ist.
Dr. Anette Fintz (*1964) studierte Philosophie, Pädagogik, Psychologie und Soziologie. Während und nach ihrer Qualifizierung zur Logotherapeutin war sie als psychologische Beraterin und Supervisorin tätig. 1998 gründete sie das Institut für Sinn-orientierte Beratung und promovierte in Philosophie. Heute coacht sie Führungspersönlichkeiten der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens mit den Schwerpunkten Führung und Persönlichkeit, Kommunikation und Performance. Anette Fintz ist mitglied der IGPP.
Inhalt:
1 Die Indikationsbereiche für logotherapeutische Behandlung
2 Die Behandlungsmethoden der Logotherapie
3 Die Wertetheorien der Logotherapie: Einstellungsmodulation, Wertehierarchie und Wertetypologie
4 Die Logotherapie als eine sinnzentrierte Psychotherapie
5 Frankls Anthropologie als Voraussetzung der Logotherapie
6 Existenzanalyse vor dem Hintergrund der Grenzsituation
7 Existenzanalyse und Existenzerhellung
8 Meinen Frankl und Jaspers dasselbe?
9 Logotherapie und Existenzphilosophie – Rückblick und Ausblick

Bestellen

Literaturempfehlungen:

Burkhardt, Holger / Sikora, Jürgen (Hg.): Praktische Philosophie - Philosophische Praxis. Darmstadt: 2005
Die Philosophie hat viel zu den Problemen zu sagen, die Menschen umtreiben – nur wird dies oft überhaupt nicht oder nur verzerrt wahrgenommen. Es fehlt an der Vermittlung zwischen Theorie und Praxis. Dieser Band versammelt Beiträge namhafter Philosophen zu praktischen Problemen: beispielsweise der Pädagogik, Ethik und Publizistik. Die Autoren reflektieren dabei das prekäre Verhältnis von theoretischem zu praktischem Denken sowie die praktischen Anwendungsmöglichkeiten philosophischer Argumente. Was bedeutet philosophische Praxis, wie reagiert ein Philosoph auf die unmittelbaren Fragen und Herausforderungen der Gegenwart? Es zeigt sich, dass die Philosophie keineswegs nur im Elfenbeinturm lebt, sondern heutzutage in vielfältiger Weise mit den Problemen verbunden ist, die auch den interessierten Normalbürger beschäftigen.
Inhalt:
Holger Burckhart/Jürgen Sikora, Einleitung
I Philosophie und Bildung. Zwischen Belehrung und Bereicherung
- Bärbel Frischmann, Die Bedeutung der Philosophie für die Bildung
- Timo Hoyer, Wie erlernt man Tugend? Die moralpädagogische Grundsatzdebatte zwischen Sokrates und den Sophisten
- Detlef Horster, Pädagogik und Ethik. Wie lernt man, was man soll?
- Kersten Reich, Demokratie und Erziehung nach John Dewey aus praktisch-philosophischer und pädagogischer Sicht
- Jürgen Sikora, Die Praxis des Weisen. Zwischen Erlebnisrationalität und Sinn-Erleben
II Philosophie und ihre Didaktik. Praktische Philosophie als Unterrichtsfach
- Holger Burckhart, Philosophie und ihre Didaktik. Plädoyer für eine wissenschaftlich gegründete Praxis
- Johannes Rohbeck, Philosophische Praxis im Unterricht. Plädoyer für eine fachorientierte Didaktik
- Volker Steenblock, „Aristoteles schießt keine Tore“ – Gegenwartskulturelle Möglichkeiten Philosophischer Bildung am Beispiel des Faches „Praktische Philosophie“ (NRW)
III Eupraxia. Möglichkeiten und Grenzen gelingender Praxis
- Volker Gerhardt, Lebensführung
- Wilhelm Schmidt, Philosophische Lebenskunst in der Praxis
- Lutz von Werder, Die Philosophie des philosophischen Radios
- Thomas Gutknecht, Das Philosophische Philosophischer Praxis
Autorenhinweise
Epilog

Bestellen

Fenner, Dagmar: Philosophie contra Psychologie? Zur Verhältnisbestimmung von philosophischer Praxis und Psychotherapie. Tübingen 2005

Bestellen

Gutmann, Michael: Die dialogische Pädagogik des Sokrates. Ein Weg zu Wissen, Weisheit und Selbsterkenntnis. Münster: Waxmann 2003
Alles Wissen geht vom Menschen aus. Aber was ist wirkliches Wissen? Und was ist bloße Meinung oder Irrtum? – Es gibt für die Pädagogik in ihrer Orientierung vermittelnden Funktion wohl kaum eine vordringlichere Aufgabe als das eine vom anderen unterscheiden zu können.
Der griechische Philosoph und Pädagoge Sokrates, der ironischerweise von sich selbst behauptet gar kein großartiges Wissen zu besitzen, zeigt, auf welche Weise diese Unterscheidungen möglich sind, wie man zu dieser Unterscheidungskompetenz gelangen und inwiefern man diese Kompetenz auch, wenn jemand sie erlangen will, vermitteln kann.

Bestellen

Hadot, Pierre: Wege zur Weisheit oder was lehrt uns die antike Philosophie? Frankfurt am Main: Eichborn 1999

Bestellen

Hadot, Pierre: Philosophie als Lebensform. Antike und moderne Exerzitien der Weisheit. Frankfurt am Main: Fischer-Taschenbuch-Verl. 2002

Bestellen

Hamlyn, David: Being a philosopher. The history of a practice. London (Routledge) 1992

Bestellen

Horn, Christoph: Antike Lebenskunst. Glück und Moral von Sokrates bis zu den Neuplatonikern. München (Beck) 1998

Bestellen

Kessels, Jos: Die Macht der Argumente. Die sokratische Methode der Gesprächsführung in der Unternehmenspraxis. Weinheim u.a.: Beltz 2001
Jos Kessels beschreibt, wie sich die klassische sokratische Methode auf aktuelle Fragestellungen in Unternehmen und Organisationen anwenden lässt. Dabei geht es darum, die grundlegenden Fragen zur Sprache zu bringen und in einem Gespräch analysieren zu können.

Bestellen

Klausener (Hrsg.:), Berufe für Philosophen. Darmstadt 2004
Irgendwann im Laufe des Studiums kommt das Erwachen. Man fragt sich: »Was kann ich eigentlich mit meinem Studium werden?« Gerade bei Berufen, die abseits der ausgetretenen Pfade liegen, ist guter Rat oft teuer. Absolventen der Philosophie schildern ihren Berufsweg nach dem Studium. Sie geben praktische Hinweise zur Studienorganisation und weiteren relevanten Qualifikationen. Vorgestellt werden u.a. folgende Berufe: Professor / Unternehmensberater / Verleger / Börsenmakler / Inhaber einer Philosophischen Praxis / Pressesprecher / Ministerialbeamter.

Bestellen

Lang, Hermann: Das Gespräch als Therapie. Frankfurt 2000

Bestellen

Lenk, Hans: Praxisnahes Philosophieren. Stuttgart: Kohlhammer 1999

Bestellen

Lindseth, Anders: Zur Sache der philosophischen Praxis. Philosophieren in Gesprächen mit ratsuchenden Menschen
Freiburg: Karl Alber Verlag 2005

Bestellen

Macho, Thomas: Zur Ideengeschichte der Beratung. 2003 Volltext

Marinoff, Lou: Bei Sokrates auf der Couch: Philosophie als Medizin für die Seele. München: DTV 2002

Bestellen

Neubauer, Patrick: Schicksal und Charakter: Lebensberatung in der 'Philosophischen Praxis'. Hamburg. Kovac 2000
Die "Philosophische Praxis" ist der Versuch, auf anspruchsvollem Niveau eine außeruniversitäre philosophische Kultur zu etablieren. Grundidee der Philosophischen Praxis ist, das reiche Erkenntnispotential der Philosophiegeschichte wieder verstärkt in den Dienst der individuellen Lebensführung zu stellen. Die verschiedenen Tätigkeiten der Philosophischen Praxis reichen dabei von der Öffentlichkeitsarbeit und Beratungsangeboten für Institute und Firmen über Studienreisen und freie Seminare bis hin zur philosophischen Lebensberatung.

Bestellen

Ruschmann, Eckardt: Philosophische Beratung. Stuttgart. Kohlhammer 1999
Ruschmann beschreibt in seiner Habilitation ausführlich die Grundlagen Philosophischer Praxis.
A. Einleitung: Philosophie und "Beratung"; Beratung und Psychotherapie; Philosophische Beratung als Modifikation des Selbst- und Weltbezugs;
B. Quellen und Grundlagen: Aspekte der Philosophiegeschichte aus der Perspektive Philosophischer Beratung;
C. Grundprinzipien philosophischer Beratung: Strukturen des Selbst- und Welterfassens; Der Vorgang des Versthens - Phil. Beratung als "Tiefenhermeneutik"; Der Umgang mit Werten; Tugenden des Beraters; Prozesse und Ziele Phil. Beratung;
D. Didaktischer Ausblick
E. Umfangreiches Literaturverzeichnis

Bestellen

Schmid Wilhelm: Philosophie der Lebenskunst. Eine Grundlegung. Frankfurt 1998
Nach Lebenskunst fragen diejenigen, für die sich das Leben nicht mehr von selbst versteht, in welcher Kultur und Zeit auch immer. Die Frage bricht vorzugsweise dort auf, wo Traditionen, Konventionen und Normen nicht mehr überzeugend sind und die Individuen sich um sich selbst zu sorgen beginnen. Aufgabe einer Philosophie der Lebenskunst ist es, die theoretischen Elemente bereitzustellen, mit deren Hilfe ein Individuum sein Leben selbst gestalten kann. Mit Bezug auf die Herausforderungen der Gegenwart werden die Umrisse einer neuen philosophischen Lebenskunst skizziert.

Bestellen

Staude, Detlef (Hg.), Lebendiges Philosophieren. Philosophische Praxis im Alltag. Bielefeld 2005.
Praktisches Philosophieren ist Arbeit an der Freiheit; es entsteht ein Freiraum im Denken, der das Wesentliche in den Blick kommen lässt. Man findet Abstand zu sich selbst und erfährt neue Perspektiven und Zusammenhänge als Bereicherung. Dieses Buch wendet sich in erster Linie an Menschen, die auf der Suche nach philosophischen Wegen für ihr Leben sind. Es bietet aber auch den Neulingen unter den Praktischen Philosophen Einblick in die Möglichkeiten und Herausforderungen Philosophischer Praxis. Es führt durch unterschiedliche Stile, Formen und Konzepte Philosophischer Praxis: Philosophie-Lehrgänge, Philosophie in der Wirtschaft, Kinderphilosophie, Philosophische Gruppen, Reisen, Cafés, Beratung u.a.
Inahlt:
- Formen Philosophischer Praxis (9)
Peter Vollbrecht: Alles Existieren ist Unterwegssein. Erfahrungen mit dem Experiment "Philosophische Reisen" (11)
Detlef Staude: Gemeinschaftliches Erkenntnisstreben: Philosophische Gesprächsgruppen (21)
Peter Vollbrecht: Kant und Cappuccino? Zu Vision und Wirklichkeit philosophischer Cafés (31)
Martina Bernasconi: Philosophische Beratung und psychoanalytisches Denken (37)
Detlef Staude: Panorama der Denkräume: Der Philosophie-Lehrgang (47)
- Philosophieren mit bestimmten Zielgruppen (55)
Eva Zoller Morf: Philosophieren mit Kindern. Eine zukunftsträchtige Aufgabe für pädagogisch begabte Philosophische Praktikerinnen und Praktiker (57)
Richard Egger: Sein Leben in Freiheit gestalten. Ein philosophisches Führungsseminar (71)
- Inhalte Philosophischer Praxis (81)
Bernhard Schneider: Logik und Kommunikation oder warum sich Ägeus in die Ägäis gestürzt hat (83)
Willi Fillinger: Über Arbeit nachdenken (95)
Harry Wolf: Die Frage nach dem Sinn des Lebens (107)
Thomas Gutknecht: Transparenz und Transzendenz. Ein Interview mit Maura Donati über ihre philosophische Fotografie (115)
- Philosophische/r Praktiker/in werden und sein (121)
Thomas Gutknecht: Vorhang auf: Ein Gespräch über die Nichtlehrbarkeit der Philosophie und das Problem der Ausbildung zum/zur Philosophischen Praktiker/in (123)
Domique Zimmermann: Philosophieren mit Haut und Haaren (145)
Zu den Autorinnen und Autoren (153)

Bestellen

Stavemann, Harlich H.: Sokratische Gesprächsführung in Therapie und Beratung: eine Anleitung für Psychotherapeuten, Berater und Seelsorger. Weinheim 2002
Der Sokratische Dialog ist eine ursprünglich philosophische Unterrichtsmethode, die zu eigenverantwortlichem Denken, Reflexion und Selbstbesinnung anleitet. Heute bedienen sich Psychotherapeuten, Lebensberater und Seelsorger dieser Fragetechnik, wenn es im therapeutisch-beraten­den Gespräch um Begriffsklärung und Entscheidungsfindung geht. Aber - worin besteht denn nun genau die Sokratische Methode? Und: Wie kann man sie bei Be­griffsklärung und Entscheidungsfindung konkret umsetzen? Harlich Stavemann, Lehrtherapeut und Trainer für Sokratische Gesprächsführung, beschreibt die Methode explizit und ausführlich, Schritt für Schritt in ihren verschiedenen Varianten. Anhand zahlreicher Gesprächsbeispiele macht er das Wesen des Sokratischen Dialogs nachvollziehbar und leitet mit praktischen Hinweisen zum Training der Technik an.

Bestellen

Zum Schluss etwas ganz praktisches für Praktiker:

Thomas Bannenberg:
Leitfaden. Das Handbuch für freie beratende, lehrende und therapeutische Berufe in Deutschland.
Hamburg: medianetwork 2005
Sie wollen sich selbstständig machen mit einer unterrichtenden, beratenden oder therapeutischen Tätigkeit? In diesem Leitfaden finden Sie viele Hinweise und genaue Anleitungen, was dann zu tun ist.
Sind Sie schon haupt- oder nebenberuflich selbstständig tätig? Dann profitieren Sie von den vielen erprobten Tipps und Praxisbeispielen aus Unterricht, Beratung und Therapie. Alles auf dem neuesten Stand aus den Bereichen Marketing, Steuern und Versicherungen.
Der Leitfaden begleitet Sie bei allen Schritten ihrer selbstständigen Tätigkeit mit wertvollen Informationen, die Sie sofort bei Ihrer täglichen Arbeit nutzen können.

Bestellen

LoginImpressum/DisclaimerIGPP.org©2004Produktiv-Crew Leipzig