| Internationale Gesellschaft für Philosophische Praxis | |||
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Zum GeleitDie Internationale Gesellschaft für Philosophische Praxis (IGPP) ist eine Gesellschaft von Menschen, die die Sache der Philosophischen Praxis teils aktiv praktizierend, teils begleitend unterstützen. Im Mittelpunkt steht die Arbeit an der Theorie philosophischen Praktizierens. Die IGPP ist kein Berufsverband für praktizierende Philosophinnen und Philosophen. Dennoch bietet sie sich an als Plattform und Netzwerk und ist ein Ort für kollegialen Austausch der erfahrungen mit der philosophischen Praktik. Zugleich versteht sich die IGPP als ein Organ für die Koordination und die Kooperation der Arbeit in nationalen Gesellschaften für Philosophische Praxis. Die Kommunikation auf allen Ebenen und zwischen den Partnergesellschaften geschieht im Geist der wertschätzenden Kollegialität. Wir fördern die Weiterentwicklung der Theorie von Philosophischer Praxis und praktischer Philosophie. Philosophische Praxis, wie wir sie verstehen, weiß sich in der sokratischen Tradition der Philosophie dem öffentlichen Gebrauch der Vernunft verpflichtet. Sie steht unter dem Gebot der Vernünftigkeit in der Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit und Gesellschaft. Dem will die IGPP vor allem durch öffentlich zugängliche Seminare, Vorträge, Diskussionen, Kolloquien und Konferenzen Rechnung tragen. Die Gründung einer IGPP-Akademie soll ebenso diesem Zweck dienen, darüber hinaus aber - satzungsgemäß - zur Qualifizierung der Berater und Beraterinnen in Beratung und Bildung beitragen. Philosophische Praxis wird bisweilen im Zusammenhang hilfreicher Kommunikation in die Nachbarschaft zur Psychotherapie gerückt. Dabei ist allerdings zu beachten: sie versteht sich nicht als alternative „Therapie“-Form, sondern als Alternative zur (Psycho-)Therapie. Eine Abgrenzung zur Universitätsphilosophie ist wenig hilfreich. Allerdings wird deren gelegentliche „Agoraphobie“ durch die Verantwortung für Bildungsaufgaben aus philosophischen Ressourcen kompensiert. Die IGPP beansprucht nicht, die Sache und das Selbstverständnis aller philosophischen Praxisformen zu definieren und zu kontrollieren, sondern will diese in intensiver Sacharbeit zumal theoretisch weiterentwickeln und ihr Verständnis im Wettbewerb mit anderen Konzepten inhaltlich und methodologisch bewähren. In dialogischem Geist soll die Reflexionskompetenz zum Tragen kommen. Die Vernunftorientierung verpflichtet auf ein Ethos kollegialen Umgangs wie auf ein Ethos praktizierender Philosophinnen und Philosophen. Dieses Ethos ist bezogen auf die Wahrung des Antlitzes aller Menschen. Beratung (von Individuen und Institutionen) und Bildung (der Allgemeinheit) sind im Verständnis von Philosophischer Praxis in der IGPP die beiden vorrangigen Arbeitsfelder für Praktikerinnen und Praktiker. Die IGPP unterstützt besonders eine Beratungspraxis und Bildungstätigkeit, die in politischer Verantwortung der Freiheitsoption der Philosophie gerecht wird. Die Internationale Gesellschaft für Philosophische Praxis wurde 1982 unter dem Namen „Gesellschaft für Philosophische Praxis“ gegründet und 1998 in "IGPP" umbenannt. Die IGPP ist ein eingetragener Verein, der ausschließlich gemeinnützige Ziele verfolgt. Um die Mitgliedschaft in der IGPP kann sich jede Person oder auch Institution bewerben, sofern die Ziele der IGPP bejaht werden. Im Frühjahr 2005 wurde in Bergisch-Gladbach eine regionale Gesellschaft für Philosophische Praxis (Vorsitz Gerd B. Achenbach) gegründet, abgekürzt GPP. Diese Gesellschaft ist Mitglied der IGPP und nicht zu verwechseln mit der vormaligen Gründung von 1982. |
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