Internationale Gesellschaft für Philosophische Praxis IGPP - Internationale Gesellschaft für Philosophische Praxis
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IGPP-Akademie

Die IGPP will ein Ort des Austausches und des Lernens sein. Dies geschieht in der IGPP durch eine dialogische Haltung, sowohl in freundschaftlicher Wertschätzung wie auch in kritischer Diskussion der je selbst zu verantwortenden Praxisformen. Im Interesse der Menschen treibt die IGPP voran, was dem rechten Verständnis Philosophischer Praxis dient. Dabei ist die IGPP weder ein Berufsverband, noch eine autorisierte Anstalt zur Ausbildung und Zertifizierung. Gleichwohl will die jetzt entstehende „IGPP-Akademie“ auch für die Qualifizierung der Beraterinnen und Berater unterstützend zur Seite stehen, soweit dies im Rahmen der Gemeinnützigkeit möglich ist. Eine Etablierung eines Berufsverbands neben der IGPP wird derzeit in Angriff genommen.

Eine Ausbildung zum Beruf im Horizont „praktizierter Philosophie“ stößt allerdings auf weit größere Schwierigkeiten als gemeinhin vermutet wird. Um Entwicklungschancen nicht zu verhindern und um andererseits die erforderliche Verantwortung wahrzunehmen, ist ein Balanceakt gefordert, der nahe legt, den Aspekt der gemeinsamen Lernkultur stark zu machen. Im Bewusstsein der großen Tradition der Philosophie sind Praktizierende gut beraten, sich bei aller angestrebten „Ausbildung“ beruflicher Kompetenzen am genuin „Philosophischen“ zu orientieren. So ist die Gesellschaft natürlich vor allem stets Ort und Hort des philosophischen Gesprächs.
In diesem Sinn möchten wir Sie zu den Seminaren der IGPP-Akademie ganz herzlich einladen.

Veranstaltungshinweise

DER EROS EINES PRAKTIKERS

Ein Seminar der IGPP-Akademie mit Dr. Thomas Polednitschek
Freitag, 23. Mai bis Sonntag, 25. Mai 2008
Philosophische Praxis Münster, Münsterstr. 27, 48167 Münster
Kosten: 150 Euro

Anmeldung:
Tel / Fax: 02506 – 83 24 65
E-mail: info@pppolednitschek.de
Das Programm

100 Jahre Hannah Arendt - Die Philosophie, die keine sein wollte
Wann: 5. – 8. Oktober 2006
Wo: Reutlingen
Doz.: Heidemarie Bennent-Vahle / Thomas Gutknecht

Im Oktober 2006 jährt sich Hannah Arendts Geburtstag zum 100. Mal – ein schöner Anlass, diese große Persönlichkeit vorzustellen, die sich selber nicht – wie oft genug von anderen getan - unter die Philosophen einreihen lassen wollte, aber unbestritten eine zukunftsweisende Denkerin mit klarem Urteil war. Ein schöner Anlass auch, Ihre großen Themen aufzugreifen und zu bedenken. Ihre Leidenschaft galt dem „Verstehen“, vor allem dem Verstehen des Menschseins.

Was ihre intellektuelle Arbeit betrifft: Sie selbst versteht sie als Beitrag zum Verständnis von Politik, nicht als „politische Philosophie“. Provozierend formuliert Hannah Arendt: "Der Philosoph, der in der Öffentlichkeit eingreifen will, ist kein Philosoph mehr, sondern Politiker; er will nicht mehr nur Wahrheit, sondern Macht." Dass sie mit „den Philosophen“ lange nichts zu tun haben wollte, erklärt sich aus ihrem Verständnis von Freiheit, ihren Erfahrungen mit Intellektuellen in den dreißiger Jahren und mit dem Mangel am Verständnis des Politischen, jener oft unterbestimmten Dimension des Menschseins innerhalb der philosophischen Zunft.

Einer der inhaltlichen Schwerpunkte des Seminars liegt entsprechend auf dem Verhältnis von Wahrheit und Macht, Denken und Handeln, Theorie und Politik. Weitere Seminarthemen: Freiheit als Sinn der Politik; Freiheit und Kontingenz. Das geistige Leben als Denken, Wollen und Urteilen; der Mensch als „Anfang“ und Menschsein in Verbundenheit; die Fähigkeit zu versprechen und zu bereuen (Begriffe des Handelns, der Geschichte, der persönlichen Freiheit als Verantwortung). Im Seminar wird auch die Persönlichkeit Hannah Arendt, z.B. mit Filmausschnitten und Redemitschnitten, vorgestellt: Die Person Hannah Arendt und ihre Beziehung zu Weggefährten, besonders zu Jaspers und Heidegger. Hannah Arendt als Zeitzeugin (Eichmann-Prozess) und die Enthüllung des Totalitären / Totalitarismustheorie.
[Die Seminarkosten enthalten alle Seminarunterlagen (umfangreicher Reader und digitale Medien)

Folder zum Ausdrucken

Anmeldeformular

„Existieren kann man nur mit Leidenschaft“ – Sören Kierkegaard

Wann: Donnerstag, 25. bis 27. Mai 2006
Wo: Kloster Eberbach, Rheingau
Doz: Thomas Gutknecht / Dr. Peter Vollbrecht
Kosten: 390 €

Das Gedenken zum 150. Todestag brachte Sören Kierkegaard wieder in Erinnerung. Er gilt als Begründer der Existenzphilosophie. Sein Denken macht das Existieren zum Thema: „Das macht überhaupt in allem Menschlichen die Unvollkommenheit aus, dass einem erst durch den Gegensatz das Erstrebte zu eigen wird. …Der Melancholiker hat meist eine starke Neigung zum Komischen, …der Ausschweifende ist oft der größte Moralist, und der Zweifler oft der religiöseste Mensch; - nur daran möchte ich erinnern, dass wir erst durch die Sünde die Seligkeit schauen.“ Nicht nur die Brillanz seiner Texte, auch die Helle seiner Gedanken faszinieren. Das Seminar führt in die Philosophie Kierkegaards ein, zeigt die Wirkungsgeschichte auf und stellt auch den Menschen vor, der voller Zweifel über die Berechtigung seiner Existenz und zugleich ein religiöses Genie war. Dr. Peter Vollbrecht und Thomas Gutknecht führen mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen gemeinsam das Seminar.

Der Seminarort: Kloster Eberbach im Rheingau ist der Drehort von Umberto Ecos „Der Name der Rose“, an den sanften Abhängen des Taunus philosophieren wir über die Leidenschaften der Existenz. Kierkegaard fasziniert mit scharfen psychologischen Einsichten, mit starken religionsphilosophischen Argumenten und mit einem betörenden literarischen Stil.

Die Seminarthemen: Über Kierkegaards Lebensstadien-Theorie, über das menschliche Selbst, über religiöse Fernhorizonte und über das gelingende und misslingende Leben.

Max Scheler: Wesen und Formen der Sympathie – Theorie und Praxis der Liebe

Wann: Samstag/Sonntag, 15. und 16. Juli 2006
Wo: Reutlingen
Doz: Thomas Gutknecht / Dr. Thomas Polednitschek
Kosten: 330 €

Die Liebe wohnt im Herzen – aber sie stammt nicht aus der Seele und ist kein bloßes Gefühl. In dem Ausmaß, wie der Mensch sich ihr öffnet, bestimmt sie ihn und „richtet“ ihn (- so wie das Wort „richten“ auch „in Ordnung bringen“ heißt). Der ORDO AMORIS kennzeichnet das Wesen des Menschen. Die Forschungen des großen Philosophen Max Scheler, der zu Unrecht all zu wenig in der öffentlichen Diskussion präsent ist, galten weithin dem Menschen und dem Phänomen Liebe, die er wie kaum ein anderer zu verstehen und zu deuten wusste. Sein Buch „Wesen und Formen der Sympathie“ ist eine aufregende Lektüre und wird den Leser nicht unverändert zurücklassen.

Martin Heidegger - Was heißt Denken?

Wann: 6. bis 9. Oktober 2005
Wo: Meßkirch
Die Bedeutung des Denkens im Rückgriff auf Heidegger für die Beratungspraxis und den Philosophiebegriff Philosophischer Praxis.
 Programm zum Heidegger-Seminar

Philosophisch leben: existentiell Denken, Entscheiden, Handeln

Wann: 03. – 05. August 2005
Wo: Bodensee

 Veranstaltungsprogramm
 Veröffentlichung von Anette Fintz zum Thema

Anmeldungen:

Thomas Gutknecht, Fichtenweg 8, D - 72805 Lichtenstein, Telefon 07122-820528

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